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wenn Sie nicht an
ihrer Seite sind.

Cybermobbing: So schützen Sie Ihr Kind

Beleidigungen per WhatsApp, Ausgrenzungen in sozialen Netzwerken oder heimlich mit dem Smartphone aufgenommene Videos: Cybermobbing hat viele Gesichter. Viele Kinder haben damit bereits Bekanntschaft gemacht – vielleicht auch Ihres. 19 Prozent der Kinder und Jugendlichen waren schon einmal in der Situation, dass Beleidigungen oder Gerüchte über sie im Internet oder auf dem Smartphone geteilt wurden (JIM-Studie 2018). Wir erklären, was Cybermobbing eigentlich ist und wie Sie Ihr Kind davor schützen.

Dieser Artikel soll Ihnen dabei helfen, Cybermobbing und seinen möglichen Einfluss auf das Wohlbefinden Ihres Kindes besser zu verstehen und Ihnen Rat zu geben, Ihr Kind gegen Cybermobbing zu schützen.

Was genau ist Cybermobbing?

Den Begriff „Mobbing“ hat sicherlich jeder schon mal gehört. Beim Cybermobbing wird das Beleidigen, Bedrohen, Erniedrigen und Schikanieren ins Internet verlegt. Es findet dann zum Beispiel in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram, in Messenger-Apps wie WhatsApp, in Chaträumen oder auf Videoportalen wie YouTube statt. Smartphones spielen dabei eine besondere Rolle. Sie sind immer dabei, die Kinder darum oft einen Großteil ihrer Freizeit online.

Cybermobbing kann fast so viele Formen annehmen, wie es Verbreitungswege gibt. Dazu gehören:

  • Beschimpfungen und Beleidigungen
  • sexuelle Belästigung mit anzüglichen Nachrichten, Bildern oder Kommentaren
  • Verbreitung von Gerüchten
  • Bloßstellung des Opfers durch das Verbreiten persönlicher oder intimer Details
  • Identitätsdiebstahl, beispielsweise wenn die Täter sich als das Opfer ausgeben und ein Fake-Profil in einem sozialen Netzwerk erstellen
  • Ausgrenzung, etwa in sozialen Netzwerken oder Chatgruppen
  • Cyberstalking, also die Verfolgung und ständige Belästigung des Opfers im World Wide Web

Die Motive, warum Kinder im Internet mobben, sind vielfältig. Einige werden aus Langeweile zu Bullys oder weil sie Macht demonstrieren wollen. Andere möchten von eigenen Minderwertigkeitskomplexen ablenken oder erhoffen sich Anerkennung von ihren Freunden, indem sie andere ausschließen. Manchmal werden Mobbingopfer selbst zu Tätern, wenn sie sich mit den gleichen Methoden an ihren Peinigern rächen, mit denen sie schikaniert werden.

 

Cybermobbing kann ernste Folgen haben. Die Betroffenen ziehen sich zurück, können sich nicht mehr konzentrieren oder schlafen schlecht. Sie wollen nicht mehr in die Schule gehen, und ihre Leistungen verschlechtern sich. Im schlimmsten Fall entwickeln sie Depressionen oder psychosomatische Beschwerden.

Warum ist es so schädlich?

Das Internet erleichtert den Mobbern ihr Tun, denn es bedeutet Distanz zwischen Täter und Opfer. Die Mobber sehen die Folgen und negativen Gefühle, die ihre Taten hervorrufen, nicht mit eigenen Augen, weil sie sich hinter dem Smartphone-Bildschirm verstecken. Die Reichweite des Cybermobbings ist größer als beim normalen Mobbing.

 

Die Attacken sind nicht auf bestimmte Orte oder Zeiten beschränkt, etwa den Pausenhof oder den Schultag, sondern finden losgelöst davon statt.

 

Die Angriffe erreichen ein viel größeres Publikum. Sie verschwinden nicht so einfach, sondern sind für längere Zeit sichtbar, und ihre Verbreitung ist schwer zu kontrollieren.

Wie kann ich mein Kind davor schützen, Opfer von Cybermobbing zu werden?
  • Für mehr Sicherheit gegen Cybermobbing spielt das Verhältnis zwischen Eltern und Kind eine wichtige Rolle. Schaffen Sie eine vertrauensvolle Beziehung, in der sich Ihr Kind traut, offen über seine Probleme zu sprechen. Geben Sie ihm das Gefühl, dass es sich jederzeit an Sie wenden und um Hilfe im Falle von Cybermobbing bitten kann – auch dann, wenn es selbst etwas Falsches getan hat.
  • Sprechen Sie mit ihm über sein Verhalten im Internet. Erklären Sie ihm, welche negativen Folgen es haben kann, intime Details im World Wide Web zu offenbaren. Neben Cybermobbing kann dies auch Cybergrooming(https://www. safetonet. com/de/cybergrooming) begünstigen. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es mithilfe der Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken gewisse Informationen nur mit ausgewählten Internetfreunden teilt. Schauen Sie sich gemeinsam an, wie bei Instagram, Snapchat und Co. Nutzer geblockt oder unangemessene Postings gemeldet werden können.
  • Eine weitere Möglichkeit, Ihr Kind zu schützen, ist das Verwenden einer Kinderschutz-App(https://www. safetonet. com/de/home) wie SafeToNet.
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